11.04.2012

Einsatz von Tweets im Fremdsprachenunterricht


Liebe Kolleginnen und Kollegen, nach so einem interessanten Webinar " Twitter im DaF Unterricht", was wir heute erlebt hatten, entwickelte sich danach eine lebhafte Diskussion, die wir hier weiterführen möchten.



Twitter ist wahrscheinlich eines der erklärungsbedürftigsten Social-Media-Tools. Die einen sehen es als soziales Netzwerk, die anderen wiederum nicht. Die Begeisterung ist vor allem bei denen zu hören, die Twitter sehr intensiv nutzen. Dennoch geraten die aktiven Nutzer in Erklärungsnot, wenn sie um eine kurze Einführung in Twitter gebeten werden.


 Unsere Diskussion haben wir nach dem Webinar fortgesetzt. 



Liebe Kolleginnen und Kollegen, am 11.04.12 haben wir uns gemeinsam eine wunderbare Präsentation zu Twitter angesehen. Dank der Referentin, Lena Dronova, bekamen wir viele Einblicke in die Facetten der „Twitter-Landschaft“.


Twitter selbst hat ja zum Hauptziel, folgende Frage zu beantworten:“What are you doing now?“ Gerade diese Frage macht uns doch sicher neugierig, wie man diese Erkenntnisse nun in den Unterricht einbringen kann. Deshalb möchte ich euch ganz herzlich zu dieser Diskussionsrunde einladen. Es gibt sicher viele Dinge bei Twitter, die wir im Unterricht nicht wirklich benötigen, aber sicher eben auch Ressourcen, die unsere unterrichtliche Arbeit mit den Schülern unter Nutzung dieses Mediums bereichern. Hiermit lade ich euch ein, gemeinsam nach Einsatzmöglichkeiten im Unterricht zu suchen, Projektideen zu entwickeln und Für und Wider zu diskutieren. Durch den Einsatz dieses Mediums verändert sich ja auch unsere Lehrerrolle, auch die sollten wir gemeinsam unter die Lupe nehmen. Vielleicht entstehen in dieser Diskussion auch Ideen, die es sich lohnen, didaktisch-methodisch näher zu untersuchen?


Ich persönlich brauche wirklich schlagkräftige Argumente um vor allem zunächst meine Schulleiterin, die Administratoren, die Kollegen und die Eltern zu überzeugen. Stellt sich also die Frage, was macht die Arbeit im Unterricht mit Twitter attraktiver? Wer hat da bereits gute Erfahrungen? Wer bringt schon ein entsprechendes Know how mit?

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 Einige Ideen:

 * Dramen nachtwittern 

Haben Sie schonmal versucht, Mephistos Monolog während des Spaziergangs mit Faust in 140 Zeichen wiederzugeben? Und wie reagiert Faust in 140 Zeichen? Sicher nicht einfach, aber vielleicht fühlen sich Ihre Elftklässler damit so richtig von Goethe herausgefordert! 


 * Lieder umschreiben


 Lassen Sie die Lernenden mit Twitters Hilfe doch einmal fremdsprachige Lieder kürzen oder Strophen zusammenfassen: pro Strophe ein "Tweet". Nach einer kurzen Einarbeitungszeit werden die Lernenden sich vernetzen und im Bestfall aufeinander reagieren.


 * Rollenspiel im Netz 
Apropos aufeinander reagieren: Das Rollenspiel als Methode kann auch in SMS-Manier mit Twitter umgesetzt werden. Die Lernenden müssen nur einander "followen" und sich austauschen. 


 * Vergangenheitstempora 


Die Vergangenheitstempora in den Fremdsprachen können mit Twitter trainiert werden: Die eine Hälfte der Klasse übernimmt die Zustandbeschreibungen (Imperfekt). Die andere Hälfte klinkt sich mit punktuellen Handlungen ein. . ________________________________________________________________________________ Einige Sammlungen über Twitter:
https://yfrog.com/page/faq Die Bilder im Twitter http://www.twiducate.com/ ________________________________________________________________________________ Also, 


 Überlegen wir eine konkrete Unterrichtssituation in einem Unterrichtsgegenstand Ihrer Wahl, wie Sie Twitter didaktisch sinnvoll anwenden können.
 Beschreiben Sie die Unterrichtssituation im Detail. 


 Versuchen Sie die folgenden Inhalte in Ihrer Ausarbeitung abzudecken:


 * Thema der Unterrichtseinheit 
 * Unterrichtsgegenstand und Lehrplanbezug 
 * Eingangsvoraussetzungen der Schüler/innen 
 * Verwendete Sozialformen 
 * Beschreibung des Ablaufs im Detail 
 * Arbeitsaufträge für die Schüler/innen 
 * Ergebnissicherung, Sicherung des Lernertrags 
 * Verwendete Materialien und Websites ________________________________________________________________________________
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 Kommentar von Elena Dronowa


 Hallo meine Lieben! 


Ich habe für euch noch ein paar Beispiele aus dem Schulbereich ausgesucht:


 Schulprojekt aus Hamburg auf didacta vorgestellt


 http://paducation.eu/2012/02/didacta-sorgt-fur-aufmerksamkeit-fur-unser-projekt/ 


 Hype ums digitale Lernen (Schule) 


https://www.taz.de/Hype-ums-digitale-Lernen/!87922/ 


 "Der Lehrer ist im Internet" 


https://www.taz.de/Digitales-Lernen/!85712/ 


 Twittern, Blogs & Co. - auch im Bildungsbereich? (2010) 


Twitter-Folien 23, 24
 http://www.slideshare.net/cspannagel/twittern-blogs-co-auch-im-bildungsbereich 


 Viel Spaß beim Lesen! 


Lena Dronowa

1 Kommentar:

  1. http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2011/01/10/twittern-in-schule-und-jugendarbeit/

    Twittern in Schule und Jugendarbeit


    "twitter" von xotoko auf flickr.com

    Der Kurznachrichtendienst Twitter ist wohl doch mehr als eine mediale Modeerscheinung, er hat sich zu einem ernstzunehmenden Kommunikationstool der Netzgemeinde entwickelt.

    Ein klassisches „Jugendmedium“ ist Twitter zwar nicht, wie Studien zeigen, da sich die Jugendlichen derzeit lieber in Online-Communities wie Facebook&Co. tummeln. Gleichwohl lässt sich Twitter als medienpädagogisches Werkzeug nutzen, um im Schulunterricht oder in der außerschulischen Bildungsarbeit spannende Medienprojekte zu kreieren.

    Einige Projektideen und –beispiele für Schule und Jugendarbeit:


    Fortsetzungsgeschichten

    Der Regisseur Tim Burton hatte im November/Dezember 2010 ein Online-Projekt initiiert, das er selbst als „story-making adventure“ bezeichnete. Entsprechend diesem Ansatz lassen sich gemeinsam Fortsetzungsgeschichten schreiben, die Story für einen Film, eine Fotostory oder ein Hörspiel erfinden o.ä.

    Kurzgeschichten

    Eine Geschichte in 140 Zeichen zu erzählen ist höchst anspruchsvoll, wie z.B. der Kanal @Tiny_Tales beweist. Dieses unterhaltsame Format lässt sich hervorragend übertragen, beispielsweise in Form eines „Short-Story-Contests“ in der Schule oder im Jugendzentrum.

    Twitterlyrik

    Auch lyrische Erzählstrukturen lassen sich auf 140 Zeichen übertragen, das beweisen u.a. @raventhird und @kurzdielyrik. Für den Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht sicherlich eine interessante Methode!

    365 Project

    Für das „Twitter 365 Project“, das auf der Fotoplattform Flickr archiviert ist, veröffentlichten die teilnehmenden User ein Jahr lang jeden Tag ein Selbstportrait. In Anlehnung daran kann täglich ein Foto vom Schulgarten, ein Blick aus dem Juz-Fenster o.ä. veröffentlicht werden. Denkbar ist auch, täglich einen themenbezogenen Tweet zu verfassen, z.B. im Gesellschaftskundeunterricht die Top-Nachricht des Tages, im Mathe täglich eine kleine Aufgabe oder in Sport eine Fitnessübung.

    Rollenspiel

    Ebenso spannend sind Twitter-Rollenspiele mit mehreren Accounts. Ein Vorreiter dieser Entwicklung ist das amerikanische Portal TwHistory, das geschichtliche Ereignisse in Tweet-Form nacherzählt. In Deutschland ist u.a. der Koblenzer Geschichtslehrer Daniel Eisenmenger sehr aktiv auf diesem Gebiet, der in seinem Blog über die Twitter-Projekte berichtet. Natürlich lassen sich Rollenspiele nicht nur im Geschichtsunterricht umsetzen, sondern können auch im Rahmen von Medien-AGs, Ferienworkshops oder anderen Projekte gespielt werden.

    Zu Twitter allgemein

    Hier noch zwei allgemeine Einführungen in das Twitterversum:

    Tutorial „Twitter für Anfänger“ (geschrieben von @FrancisCollis)
    Präsentation „Twitter – Echtzeit-Kommunikation in 140 Zeichen“ (erstellt von @medialepfade)
    Damit wünsche ich viel Spaß beim Zwitschern!

    Dies ist ein Gastbeitrag von Björn Friedrich, Medienpädagoge M.A. Der Autor arbeitet für medien+bildung.com im Büro Kaiserslautern mit den Schwerpunkten Internet/Social Media, E-Learning, Mobile Learning und Games. Er studierte Medienpädagogik, Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Uni Augsburg und arbeitete im SIN – Studio im Netz München sowie im Institut für Jugendarbeit Gauting. 2007 zog es ihn in die Pfalz, um am Fuße des Betzenbergs medienpädagogisch aktiv zu werden.

    Hinweis:

    Dieser Artikel wurde bereits im „Medien-Adventskalender“ von medien+bildung.com veröffentlicht.

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